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Gesundheit, gute Innenraumluft und thermische Behaglichkeit sind zentrale Ziele moderner Raumlufttechnik. Doch bei Investitionsentscheidungen zählen häufig vor allem Baukosten und Energieeffizienz. Faktoren wie Nutzerzufriedenheit, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit lassen sich schwerer in Euro ausdrücken – und werden deshalb oft nachrangig berücksichtigt.

Wie kann Wirtschaftlichkeit ganzheitlicher gedacht werden? Welche Instrumente und Prozesse braucht es, damit Innenraumqualität stärker in Planung, Investitionen und Betrieb einfließt? Und welche Ansätze fehlen noch?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 17. FGK-KLIMA-TAG am 24. September im Maritim Hotel Düsseldorf.

Unter dem Motto „Wirtschaftlichkeit der Raumlufttechnik – Gesundheit, Innenraumluftqualität, thermische Behaglichkeit“ bringt die Veranstaltung unterschiedliche Perspektiven zusammen und sucht nach Wegen, Wirtschaftlichkeit, Gesundheit, Komfort und Nachhaltigkeit stärker miteinander zu verbinden.

Der KLIMA-TAG richtet sich insbesondere an Fachleute aus Planung und Ingenieurwesen, Industrie und Herstellerunternehmen, Wissenschaft und Forschung, Politik und öffentlicher Verwaltung sowie Fachmedien.

Informieren und Ticket sichern: KLIMA-TAG 2026

Ein angenehmes Büroklima ist entscheidend für Gesundheit, Konzentration und Produktivität. Tageslicht und gute Luftqualität spielen dabei eine zentrale Rolle. Welche Vorteile moderne Lüftungssysteme bieten und wie der Klimawandel die Büroarchitektur verändert, erklärt Peter Skala, Initiator und Co-Gründer der unabhängigen Plattform MeineRaumluft DACH.

Mehr Energie und Produktivität durch Licht und Luft

Tageslicht und gute Luftqualität tragen wesentlich zu einem gesunden Arbeitsumfeld bei. Licht unterstützt den Biorhythmus und die Konzentrationsfähigkeit. Frische Luft reduziert Schadstoffe und kann Müdigkeit und Kopfschmerzen entgegenwirken. Das Zusammenspiel beider Faktoren fördert Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Smarte Lüftungssysteme für ein optimales Raumklima

Moderne Lüftungssysteme überwachen die Raumluft kontinuierlich und regulieren sie bedarfsgerecht. Sie erfassen CO₂, Temperatur und Luftfeuchtigkeit und passen die Luftzufuhr automatisch an. Zeitgesteuerte Stoßlüftung sorgt auch in Großraumbüros für Frischluft, während kühle Nachtluft zur energieeffizienten Kühlung beitragen kann. Filtersysteme reduzieren zudem Pollen und Staub – ein Vorteil besonders für Allergiker.

 

„Der Klimawandel fordert ein Umdenken. Die Bauweise der vergangenen 30 Jahre, die zunächst auf funktionale Baustoffe und später auf smarte Klima-Technologien setzte, kann heute nicht mehr isoliert betrachtet werden. Es braucht einen abgestimmten Mix aus beidem: einer intelligenten Gebäudehülle, passenden Materialien und effizienter Gebäudetechnik. Nur so lassen sich Gesundheit, Komfort, Energieeffizienz und Klimaschutz verbinden.“

Peter Skala, Initiator und Co-Gründer der unabhängigen Plattform MeineRaumluft DACH

 

Architektur als Schlüssel zu einer besseren Büroatmosphäre

Licht und Luft sollten bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Große Fenster bringen mehr Tageslicht, durchdachte Grundrisse und gezielte Fensterplatzierungen unterstützen die natürliche Luftzirkulation. Fassaden und Dachformen können helfen, Überhitzung im Sommer zu vermeiden und Sonnenenergie im Winter sinnvoll zu nutzen.

Was lange als abstrakter politischer Rahmen galt, ist heute ein zentrales Fundament für Gesetze, Förderungen und Finanzierungsstrukturen in Europa. Besonders für die Bau-, HLK- und TGA-Branche sind die SDGs ein klarer Taktgeber für Planung, Betrieb und Bewertung von Gebäuden.

MeineRaumluft positioniert sich als unabhängige Plattform an der Schnittstelle von Raumluftqualität, Gebäudetechnik, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern und die Bedeutung hochwertiger Innenraumumgebungen für nachhaltige Gebäude sichtbar zu machen.

Die Sustainable Development Goals (SDGs) bilden den zentralen Orientierungsrahmen für die Aktivitäten von MeineRaumluft. Im Rahmen des SDG-Kompasses wurden entlang der Wertschöpfungskette zentrale Handlungsfelder definiert. Im Fokus von MeineRauluft stehen dabei:

  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  • SDG 4 – Hochwertige Bildung
  • SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Insbesondere SDG 3 steht in engem Zusammenhang mit der Innenraumqualität, da diese einen wesentlichen Einfluss auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Menschen hat.

Über den EU Green Deal wurden die SDGs in konkrete regulatorische Anforderungen überführt, insbesondere durch die CSRD und die EU-Taxonomie. Nachhaltigkeit wird damit zunehmend zur Voraussetzung für Genehmigungen und Finanzierungen, etwa über Green Loans.

Plattform- und Projektpartner von MeineRaumluft schaffen einen doppelten Mehrwert: Sie stärken ihre Positionierung rund um gesundes Raumklima und zukunftsfähige Gebäude und verankern ihre SDG-Beiträge strukturiert im ESG- und Nachhaltigkeitsreporting.

So lassen sich Anforderungen aus CSRD und EU-Taxonomie nachvollziehbar dokumentieren, kommunizieren und als Wettbewerbsvorteil nutzen. Das Ergebnis: mehr Themenkompetenz, höhere Sichtbarkeit und eine stärkere Positionierung in der Branche.

Fazit: Die SDGs sind kein optionaler Rahmen mehr, sondern wirken direkt auf Regulierung, Finanzierung und Marktanforderungen. In der Bau- und TGA-Branche entscheidet ihre Umsetzung zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit von Projekten.

SDG Leitfaden für Unternehmensaktivitäten

Die Sommer sind heißer – und damit steigt auch die Belastung in unseren Wohnräumen. Da wir rund 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen verbringen, spielt ein angenehmes Raumklima eine entscheidende Rolle für unser Wohlbefinden. Hohe Temperaturen können die Konzentration beeinträchtigen, die Schlafqualität verschlechtern und den Kreislauf belasten. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Hitze jedoch deutlich reduzieren. Die Plattform MeineRaumluft zeigt neun praktische Tipps für angenehm kühle Wohnräume – ganz ohne großen Aufwand.

1. Richtig lüften: Nur wenn es draußen kühler ist

Die beste Zeit zum Lüften ist früh am Morgen oder spät am Abend, wenn die Außentemperaturen niedriger sind als die Raumtemperatur. So kann die aufgeheizte Luft effizient ausgetauscht werden, ohne zusätzliche Wärme ins Haus zu holen.

Auch nach dem Duschen, Baden oder Kochen sollte regelmäßig gelüftet werden, um überschüssige Feuchtigkeit abzuführen. Besonders wirksam ist das sogenannte Querlüften: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster für wenige Minuten, damit ein schneller Luftaustausch entsteht.

2. Tagsüber Stoßlüften statt Dauerlüften

An heißen Sommertagen sollten Fenster nicht dauerhaft gekippt bleiben. Durch die ständige Öffnung gelangt warme Außenluft kontinuierlich in den Raum und heizt diesen zusätzlich auf.

Deutlich effektiver ist kurzes Stoßlüften von drei bis fünf Minuten. Dadurch wird die Luft erneuert, ohne dass Wände, Möbel und Böden unnötig Wärme aufnehmen.

3. Fenster geschlossen halten, wenn die Klimaanlage läuft

Wer eine Klimaanlage nutzt, sollte Türen und Fenster während des Betriebs geschlossen halten. Andernfalls strömen warme und feuchte Luftmassen nach innen, wodurch die Kühlleistung sinkt und der Energieverbrauch steigt.

Eine gut eingestellte Klimaanlage arbeitet effizienter und sorgt für ein gleichmäßigeres Raumklima. Wichtig ist zudem, die Temperatur nicht zu niedrig einzustellen, um unnötige Belastungen für Kreislauf und Stromrechnung zu vermeiden.

4. Clevere Alternativen zur Klimaanlage nutzen

Nicht immer ist eine Klimaanlage notwendig. Außenliegende Beschattungssysteme wie Rollläden, Raffstores oder Markisen können einen großen Teil der Sonnenwärme bereits vor dem Fenster abfangen.

Zusätzlich helfen Sonnenschutz- oder Hitzeschutzfolien sowie Thermorollos im Innenbereich. Ventilatoren senken zwar nicht die Raumtemperatur, erzeugen jedoch eine angenehme Luftbewegung und sorgen für ein deutlich kühleres Empfinden auf der Haut.

5. Hitzestau durch technische Geräte vermeiden

Viele Elektrogeräte geben während des Betriebs Wärme an die Umgebung ab. Besonders Herd, Backofen, Computer, Fernseher oder Spielkonsolen können die Raumtemperatur spürbar erhöhen.

Nutzen Sie energieintensive Geräte möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden. Auch moderne LED-Leuchtmittel helfen dabei, unnötige Wärmequellen im Haushalt zu reduzieren.

6. Wäsche möglichst im Freien trocknen

Trocknende Wäsche gibt große Mengen Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit, was die Hitze subjektiv oft noch unangenehmer wirken lässt.

Wenn möglich, sollte Kleidung im Freien oder auf dem Balkon trocknen. Ist dies nicht möglich, empfiehlt sich ein gut belüfteter Raum mit regelmäßigem Luftaustausch.

7. Mit der richtigen Ernährung besser durch heiße Tage

Leichte Speisen wie Salate, Gemüse oder Obst belasten den Körper weniger als schwere und fettreiche Mahlzeiten. Die Verdauung produziert Wärme – deshalb fühlen wir uns nach üppigen Mahlzeiten oft zusätzlich erschöpft.

Ebenso wichtig ist ausreichendes Trinken. Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte unterstützen den Flüssigkeitshaushalt und helfen dem Körper bei der natürlichen Temperaturregulierung.

8. Erholsam schlafen trotz Sommerhitze

Hohe Temperaturen können das Ein- und Durchschlafen erschweren. Atmungsaktive Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Seide unterstützen die Wärmeabgabe des Körpers und sorgen für ein angenehmeres Schlafklima.

Hilfreich kann auch eine lauwarme Dusche vor dem Zubettgehen sein. Sie unterstützt die natürliche Abkühlung des Körpers, ohne den Kreislauf durch kaltes Wasser unnötig zu belasten.

9. Pflanzen als natürliche Unterstützung für das Raumklima

Zimmerpflanzen können das Raumklima positiv beeinflussen, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben. Arten wie Areca-Palme oder Ficus benjamini werden häufig für ihre luftverbessernden Eigenschaften geschätzt.

Wichtig ist jedoch ein ausgewogenes Maß: Zu viele Pflanzen oder übermäßiges Gießen können die Luftfeuchtigkeit unnötig erhöhen. Besonders im Sommer empfiehlt sich daher eine regelmäßige Kontrolle der Raumluftfeuchte.

Extra-Tipp: Geräte vollständig ausschalten

Viele elektronische Geräte erzeugen selbst im Stand-by-Modus Wärme und verbrauchen gleichzeitig Strom. Fernseher, Computer, Drucker oder Ladegeräte sollten daher bei Nichtgebrauch vollständig ausgeschaltet werden.

Das spart Energie, senkt die Betriebskosten und reduziert gleichzeitig die zusätzliche Wärmeentwicklung in Innenräumen – ein kleiner Schritt mit doppeltem Nutzen für Raumklima und Umwelt.

Kostenfreier Leitfaden zum Download
Weitere Tipps in unserem kostenfreien Leitfaden zum Download.

Die Initiative PrimaBüroKlima hat zum fünften Mal die Raumluftqualität in deutschen Büros untersucht. Für die von OFFICE ROXX / PRIMA VIER Verlag durchgeführte Befragung wurden mehr als 600 Bürobeschäftigte befragt. Die Ergebnisse zeigen:

Das Bewusstsein für gesundes Raumklima ist hoch, spürbare Verbesserungen bleiben jedoch vielerorts aus. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob sich ähnliche Ergebnisse auch in Österreich und der Schweiz zeigen.

Als Gründungs- und Kooperationspartner engagiert sich die unabhängige Plattform MeineRaumluft gemeinsam mit weiteren Partnern für die Förderung gesunder Innenraumluft und eines optimalen Büroklimas.

Büroklima leicht verbessert

Die Teilnehmer bewerteten das Raumklima in ihrem Büro durchschnittlich mit der Schulnote 2,8. Damit liegt der Wert leicht über den Ergebnissen der Vorjahre (2024: 3,0; 2023: 3,3), bewegt sich jedoch weiterhin nur im mittleren Bereich. Ein klarer Aufwärtstrend ist bislang nicht erkennbar.

Beschwerden gehören weiterhin zum Arbeitsalltag

Die häufigsten Beschwerden entsprechen denen der Vorjahre. 43 Prozent der Befragten leiden unter trockenen Augen, 28 Prozent berichten von Kopfschmerzen und 25 Prozent von Konzentrationsproblemen. Nur zwölf Prozent gaben an, keinerlei Beschwerden zu verspüren. Insgesamt zeigt sich: Die gesundheitlichen Auswirkungen eines unzureichenden Raumklimas sind nach wie vor weit verbreitet.

Frischluft bleibt eine Herausforderung

75 Prozent der Befragten lüften ihre Büroräume weiterhin über Fenster. Lediglich 16 Prozent werden über Klima- oder raumlufttechnische Anlagen mit Frischluft versorgt. Besonders kritisch: Neun Prozent arbeiten nach eigenen Angaben in Räumen ohne geregelte Frischluftzufuhr.

Auch beim Lüftungsverhalten zeigt sich wenig Veränderung. Die Mehrheit lüftet lediglich ein- bis viermal täglich, während 14 Prozent überhaupt nicht stoßlüften.

Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität als Problemfelder

Die größten Kritikpunkte betreffen weiterhin die raumklimatischen Bedingungen. 43 Prozent empfinden ihre Büros als zu warm, 30 Prozent als zu kalt. Mehr als die Hälfte beklagt zu trockene Luft, fast jeder Zweite eine unzureichende Frischluftversorgung.

Zudem besteht weiterhin Unsicherheit über die optimale Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Nur 30 Prozent der Befragten wussten, dass ein Bereich zwischen 40 und 60 Prozent als ideal gilt.

Monitoring gewinnt an Bedeutung

Positiv entwickelt sich der Einsatz von CO₂-Messgeräten. Mittlerweile überwachen 21 Prozent der Unternehmen die Luftqualität aktiv – mehr als in den Vorjahren. Dennoch verzichtet noch immer fast jedes zweite Unternehmen auf ein systematisches Raumluftmonitoring.

Bei Luftreinigern setzt sich dagegen der rückläufige Trend fort. Nur noch 16 Prozent der Befragten nutzen entsprechende Systeme. Auch Grünpflanzen verlieren an Bedeutung: Erstmals überwiegen Büros ohne nennenswerten Pflanzenbestand.

Sinkende Investitionsbereitschaft

Trotz anhaltender Probleme nimmt die Bereitschaft zur Investition in Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas ab. Nur noch 18 Prozent der Unternehmen planen entsprechende Ausgaben. Am häufigsten gewünscht werden Verbesserungen bei Temperaturregelung, Frischluftversorgung und Luftqualität.

Fazit

Die Ergebnisse der PrimaBüroKlima-Umfrage 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Zwar hat sich die Zufriedenheit mit dem Büroklima leicht verbessert, die zentralen Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Trockene Augen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme sowie Defizite bei Temperatur, Luftfeuchte und Frischluftversorgung prägen weiterhin den Büroalltag vieler Beschäftigter.

  • Die ausführliche Auswertung der Befragung findet sich hier.

Ohne gezielte Investitionen und ein konsequentes Raumluftmanagement wird sich daran wenig ändern. Ein gesundes Innenraumklima bleibt damit eine der wichtigsten Stellschrauben für Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität im Büro.

Qualitativ Büro-Messaktion untermauert diese Umfrage:

MeineRaumluft-Messungen in 100 Büroeinheiten, Österreich – alle Ergebnisse.

PrimaKlassenKlima-Broschüre mit lernbegleitenden Unterlagen für gesunde Raumluft und Wohlbefinden in Schulen und Kindergärten.

Auch Deutschlands Klassenzimmern herrscht häufig „dicke Luft“. Aktuelle Untersuchungen zeigen deutlich, dass die Raumluftqualität in vielen Schulen nicht den empfohlenen Standards entspricht. Eine Studie der TU Graz im Auftrag des Bildungsministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass in mehr als drei Vierteln der untersuchten Klassenräume der CO₂-Richtwert überschritten wird – im Winter sogar in rund 88 % der etwa 1.200 analysierten Klassen – Ergebnisse die auch in Deutschland ihren Vergleich finden?

CO₂ entsteht dabei nicht nur durch die Anwesenheit vieler Schülerinnen und Schüler, sondern wirkt sich direkt auf das Raumklima aus. Fachlich betrachtet trägt ein erhöhter CO₂-Gehalt in Innenräumen auch zur gefühlten „Hitze“ bei, da er mit schlechter Luftzirkulation und unzureichendem Luftaustausch einhergeht und damit die thermische Behaglichkeit negativ beeinflusst.

Bereits im Jahr 2012 hatte MeineRaumluft eigenständig Raumluftmessungen in über 1.100 Klassenzimmern durchgeführt. Die aktuellen Studien bestätigen die damaligen Erkenntnisse: In vielen Klassenräumen liegen die Werte dauerhaft über den empfohlenen Grenz- bzw. Richtwerten – mit spürbaren Auswirkungen auf Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Neue Schulbroschüre „PrimaKlassenKlima“

Als Reaktion auf diese Entwicklungen veröffentlicht die Plattform erstmals für DACH die Raumluft-Schulbroschüre „PrimaKlassenKlima“. Sie bietet praxisnahe Empfehlungen sowie einen kompakten Leitfaden zur einfachen und kostengünstigen Verbesserung der Raumluft in Schulen.

Die Broschüre kann auch als begleitendes Unterrichtsmaterial eingesetzt werden und unterstützt Lehrkräfte dabei, das Thema Raumklima verständlich und praxisorientiert im Unterricht zu behandeln.

👉 Schulbroschüre „PrimaKlassenKlima“: kostenloser Download (PDF)

Luftqualität, Temperatur und Feuchtigkeit im Klassenzimmer

Neben der CO₂-Belastung spielen auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit eine zentrale Rolle für ein gesundes Lernumfeld. Viele Klassenräume sind entweder zu warm, zu trocken oder durch unzureichende Lüftung stickig.

„CO₂-Sensoren, klare Lüftungsstrategien und einfache organisatorische Maßnahmen können die Luftqualität sofort verbessern und den Unterricht deutlich erleichtern“, erklärt Plattform-Mitgründer Thomas Schlatte. Die vorliegenden Studien zeigen klar, dass Handlungsbedarf besteht – von durchdachten Lüftungskonzepten über raumlufttechnische Anlagen bis hin zu Schulungen für Lehrkräfte und begleitenden Bildungsinitiativen.

Stellungnahme von MeineRaumluft

Plattformgründer und Sprecher Peter Skala betont: „Es bringt wenig, Schulen oder Politik zu kritisieren, ohne praktikable Lösungen anzubieten. Genau hier setzt unsere Broschüre an.“

Aufruf zur Zusammenarbeit

MeineRaumluft lädt Bildungseinrichtungen, Wirtschaft und Politik ein, gemeinsam tragfähige und leistbare Lösungen für bessere Raumluft in Schulen zu entwickeln. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass gesundes Lernen in allen Klassenräumen möglich wird.

Unabhängige Initiative

Die Broschüre wurde vollständig ohne öffentliche Fördermittel und ausschließlich durch Eigeninitiative der Plattform erstellt. Sie verfolgt das Ziel, Schulen praxisnah zu unterstützen und gleichzeitig das Bewusstsein für gesundes Raumklima nachhaltig zu stärken.